buru beru

Schneidern, Farben, Bilder, Kreatives, Inspiration

Kleid Midori entsteht – eine Bildergeschichte

Heute möchte ich Euch Schritt-für-Schritt in Bildern zeigen wie eines der buru beru-Modelle, das Kleid Midori, entsteht. Dieses raffinierte und zugleich simple Kleidchen für den Sommer ist mein bisheriger “Bestseller” aus diesem dunkelgrau-weiß gestreiften Viskosejersey.

Der Jersey ist aus Kathy’s Kleinem Schneiderladen und ist besonders ausgefallen durch die weißen Streifen, die eine Reliefstruktur haben entsteht ein toller Effekt. Die dunklen breiten Streifen sind dunkelgrau, fast schwarz. Es ist ein mittelschwerer Jerseystoff mit hohem Viskoseanteil und fühlt sich ausgesprochen weich an.

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Wegen des Einlaufens wird der Stoff erst einmal in die Waschmaschine gesteckt, so läuft er ein bevor ich zuschneide und das Kleid behält seine ursprüngliche Größe, wenn es fertig genäht ist.

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Frisch aus der Waschmaschine geht es dann erst mal zum Trockenen auf die Duschstange Smile

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So nun kann es endlich losgehen mit dem eigentlich Zuschneiden und Nähen von Midori. Hierzu breite ich den Stoff in einfacher Lage mangels großem Tisch auf meinem frisch gewienerten Boden aus. Wie die meisten meiner Schnitte besteht auch dieser für das Kleid aus einem Schnittteil, andere Stücke wie das Kleid Komori werden aus zwei Teilen gefertigt. Der Vorteil ist natürlich, dass man weniger zuschneiden muss und weniger Nähte im fertigen Kleid hat. Andererseits entsteht so natürlich ein größerer Stoffverbrauch, was bei den japanischen Schnitt auch schon mal 2 – 2,5 m sein können.

Ich lege nun also meine auf Folie übertragenen Schnitt auf den Stoff und achte dabei auf einen schönen Verlauf der Streifen. Hier ist die Klarsichtfolie eine große Hilfe im Vergleich zu Papierschnitten.

_DSC0016In diesem Schnitt ist die Nahtzugabe von 1 cm schon eingerechnet, deshalb kann ich hier die schnellere und pargmatischere Variante anwenden und schneide direkt am Schnittteil entlang so lang es noch mit Nadeln auf dem Stoff befestigt ist. Ich spare mir also den Schritt die Nahtzugabe in 1 cm Abstand mit Kreide anzuzeichnen. Dies mache ich aber durchaus bei neuen Schnitten, die ich nicht so gut beherrsche wie diesen._DSC0023

Et voilà so sieht das fertig zugeschnitte Kleid Midori aus. Ganz so einfach ist das Kleid auch nicht und ich habe noch drei Stoffstreifen für die Einfassung von Halsausschnitt und Armlöchern.

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Nachdem ich die Folie entfernt habe, beginne ich mit Hals- und Armausschnitten und stecke die etwa 3 cm breiten Streifen fest. Die Streifen habe ich zuvor in der Mitte längs gefaltet und gebügelt. Außerdem habe ich eine Schulternaht zusammengenäht bevor ich mit den Ausschnitten beginne.

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So sehen dann die fertig gesteckten Teile aus. Ich nähe jetzt mit einem Elastikstich in etwa 0,7 – 1 cm Abstand vom Rand. Danach gehe ich mit der Overlock über die jetzt 3 Stofflagen am Rand und fasse so die Nahtzugaben sauber zusammen.

_DSC0028In diesem Fall habe ich rotes Overlock-Garn gewählt, ich liebe diese in Kontrastfarben zum Stoff zu nehmen, so hat man immer eine bunte Überraschung, wenn man das Kleid anzieht. Für mich ein schönes Detail, das gerade Handarbeit auszeichnet im Vergleich zur Industrieproduktion, wo solche Verabeitungsweisen meist zu teuer kommen. Hier sieht man die Nähte von der linken Seite, nachdem ich nochmals von der rechten Seite eng an der Naht abgesteppt habe. So bleibe die Nahtzugabe im Kleid und dreht sich nicht um. _DSC0037

Zum Schluß darf natürlich das buru beru-Etikett nicht fehlen Winking smile Sind Arm- und Halsausschnitte fertig, vernähe ich noch die Seitennähte und falte den versäuberten Saum nach innen und oben. Dieser wird dann von der rechten Seite mit der Zwillingsnadel fest gesteppt. So bleibt der Saum dehnbar und gibt der Kleidträgerin viel Beinfreiheit. Meine Kleider müssen nämlich alle “Fahrrad-fahr-tauglich” sein. _DSC0041

So sieht das Kleid nun fertig aus:

_DSC0044_DSC0048 _DSC0050 _DSC0051  schwarz-weiß (8) - Copy

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juni 27, 2012 von in Schneiderwerkstatt und getaggt mit , , , , , .

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